Standuhren
Standuhren bzw. so genannte Pendeluhren gehen in ihrer geschichtlichen Entwicklung bis in das Jahr 1640 zurück, als Galileo Galilei die erste so genannte Pendeluhr erdachte. Gebaut wurde das gute Stück aber erst Jahre später durch dessen Sohn Vincenzo. Bei einer solchen Standuhr handelt es sich also regelmäßig um eine Uhr, die als so genanntes Zeitnormal ein mechanisches Pendel besitzt (wobei heute auch Modelle mit digitalem Antrieb erhältlich sind).
Private Exemplare
Von den normalen Pendeluhren unterscheiden sich die Standuhren vor allem dadurch, dass sie über einen so genannten Gewichtsantrieb und längere Pendel verfügen, die ihrerseits wieder eine kleinere Amplitude und Temperaturkompensation aufweisen. Somit besitzen auch schon die antiken Standuhren sehr gute Voraussetzungen für eine hohe Ganggenauigkeit.
Gerade solche Exemplare finden sich auch heute noch auf Flohmärkten, in Online-Auktionen oder in den Katalogen verschiedenster spezialisierter Auktionshäuser. Hier lohnt sich im Zweifelsfall und bei Interesse ein gezieltes Fragen nach den gewünschten Exemplaren. Da diese regelmäßig sehr teuer sind, sollten private Sammler auf die fachmännischen Dienstleistungen von Antiquitätenhändlern zurückgreifen, die unter Umständen auch den Service anbieten, hier eine Einigung zwischen Käufern und Verkäufern gegen eine angemessene Provision zu erzielen.
Prinzip der Standuhr
Das Grundprinzip von Pendeluhren und Standuhren, die teilweise schon kleine Möbelstücke darstellen, beruht auf einem schwingenden oder rotierenden Pendel, das bei jeder vollen Umdrehung an einem bestimmten Punkt im Uhrwerk eine Aktion bzw. einen Impuls auslöst. In Folge dieser Aktion wird dann die Zeitanzeige um einen vorherbestimmten regelmäßigen Betrag weitergeschaltet. Zusätzlich bekommt das Pendel der Uhr einen Impuls, um eine weitere Schwingung zu vollziehen, so dass sich dieser Vorgang regelmäßig wiederholt.
Somit kommt es vor allem auf diese gleichmäßige Schwingung und die Regelmäßigkeit der Impulse an, damit die Uhr eine hohe Genauigkeit erzielen kann. Deshalb wurde bereits bei der Erfindung der (heute) antiken Standuhren ein großes Augenmerk auf die Funktion eben dieses Pendels gelegt, was der Uhr letztlich den Namen „Pendeluhr“ beschert hat.